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Manege frei im Circus Probst

Aus vielen Ländern kommen die Künstler und die vielen Tiere des Circus Probst, der bereits am 21. Januar in Mühlheim in die Reisesaison 2010 gestartet ist. In der aktuellen Inszenierung vereint Direktor REINHARD PROBST Kabinettstückchen internationaler Spitzenartistik mit der faszinierenden Präsentation herrlicher Dressurgruppen aus einem der artenreichsten reisenden Tierbestände Europas. Gewürzt mit herzerfrischender Komik und wirkungsvoll ins rechte Licht gesetzt durch Juniorchef ANDREAS PROBST – der für das gesamte Beleuchtungsdesign verantwortlich zeichnet – verspricht das Programm des auf eine fast 150-jährige Tradition zurückblickende Unternehmens "Kultur pur" im wahrsten Sinne des Wortes!
 



im spektakulären Reiterbild "Die Ungarische Post"

Dieses Jahr zeigt die hochtalentierte 23-jährige Tierlehrerin eine völlig neue Seite ihres reiterlichen Könnens.  Mit ihrer viel bewunderten „ruhigen Hand“ studierte STEPHANIE PROBST mit ihren Pferden eine bereits 1827 in London entstandene Darbietung der Stehendreiterei ein. Heute als „Ungarische Post“ bekannt, wird diese spektakuläre und nicht ungefährliche Attraktion nur noch selten gezeigt. Nach ungezählten Stunden unermüdlichen Trainierens gelang STEPHANIE PROBST ihre Version der „Ungarischen Post“. Mit diesem tollkühnen Reiterbild belebt die hübsche Circusprinzessin mit ihrem Partner SERGIU MUSANU eine große Tradition aus den Geburtsstunden des klassischen Circus.
 



Spitzenartistik mit karibischer Anmut

Als Brigitte Probst im vergangenen Sommer eine Einladung zum Circus-Festival in der kubanischen Hauptstadt Havanna erhielt, erkannte sie die einmalige Chance,  erstmals in Deutschland Darbietungen aus dem  kubanischen Staatscircus CIRCUBA zu präsentieren. Die Leistungen der jungen Artisten und Artistinnen in ihren bezaubernden bunten Kostümen, begleitet von zündenden karibischen Rhythmen, überzeugten die Circus-Chefin sofort. Langwierige Verhandlungen mit der kubanischen Generaldirektion über Ausreise- und Transportfragen, aufwendige Genehmigungsverfahren zur Einreise auf behördlicher Ebene, Besprechungen mit Designern und Kostümateliers folgten. Brigitte Probst schaffte den Spagat zwischen lateinamerikanischer Gelassenheit und westeuropäischer Planungssicherheit. Exklusiv im Circus Probst feiern die kubanischen Circuskünstler nun ihre Deutschlandpremiere.

Gleich vier Darbietungen präsentiert das Artisten-Ensemble des kubanischen Staatscircus CIRCUBA mit sonnengeprägter karibischer Heiterkeit. Die TROUPE CIRKARIBE überflutet mit nicht weniger als elf Artisten und Artistinnen die Manege und verblüfft mit dem Tempo ihrer waghalsigen und spektakulären Sprünge und Salti auf dem Schleuderbrett.

LOS REYES ROSALES zeigen perfekte Körperbeherrschung in ihrer Attraktion an den „russischen Barren“. Wenn die hübschen weiblichen Voltigeure zu ihren verwegenen Sprüngen ansetzen, geben die Untermänner die auf deren Schultern ruhenden Barren den nötigen Schwung. Und beim Wiederaufsetzen fangen sie die Wucht des Aufsetzens ab indem sie in die Knie gehen und die leicht biegsamen Barren so zusätzlich Federkraft verleihen.

Ensembleleiter Amaury Montoto Zequeira ließ sich von spielenden Kindern in den Straßen Havannas inspirieren, als er mit seinen vielseitigen jungen Künstlern eine ansteckend erfrischende Darbietung entwickelte. Mit überdimensionierten Sprungseilen entfacht die AMAURY-TROUPE ein wahres Feuerwerk der mit einer gehörigen Portion Fröhlichkeit angereicherten Bodenakrobatik.

Für LOS ALESS ist Hand-in-Hand-Arbeiten mehr als nur ein flotter Spruch: ohne jegliches Requisit präsentieren sie ballettartig inszenierte artistische, als „Handvoltigen“ bezeichnete Höchstleistungen, wobei die kräftigen Hände der durchtrainierten Träger als Sprungbrett für die graziösen Salti der leichtgewichtigen Artistinnen dienen.
 



Die Könige des Dschungels sind sein Leben

Achtung: Die Tiger-Darbietung muss leider vorübergehend ausfallen. Tierlehrer Dieter Dittmann hatte einen Unfall und erholt sich derzeit von seinen Verletzungen, wird aber sobald wie möglich wieder in der Manege stehen.

Für den aus dem fränkischen Hassfurt stammenden Tierlehrer DIETER DITTMANN sind Circusluft und Raubtierduft identisch. Schon als Junge geriet er in den Bann der Raubkatzen, die ihre Gefährlichkeit mit besonderer Schönheit und Geschmeidigkeit zu paaren wissen. Diese letzten Eigenschaften kommen in Dittmanns Darbietung mit fünf bengalischen Königstigern besonders zur Geltung. In einer reichhaltigen Trickfolge demonstriert er die Begabungen seiner gestreiften Großkatzen, auf derer artgerechten Haltung Dieter Dittmann größten Wert legt.
 



Exoten-Parade aus fünf Kontinenten


Ungarische Steppenrinder, afrikanische Wattussi-Rinder und ein Zebra, ein Yak aus Zentralasien, Kamele und Dromedare (Asien/Afrika), südamerikanische Lamas und sogar ein Emu (Australien) bilden – zusammen mit zwei schweren Moritzburger Kaltblütern aus Sachsen - ein imponierendes exotisches Szenario in der Manege. Direktor REINHARD PROBST gelang es, diese vielen und absolut unterschiedlichen Tierarten zusammenzubringen. Einfühlsames Tierverständnis und jede Menge Geduld sind für REINHARD PROBST absolute Voraussetzungen, um seinem Publikum die Vielfalt der exotischen Tierwelt nahe bringen zu können. Mit diesem höchstinteressanten zoologischen Potpourri erweist sich der Circus-Chef als wahrer „Meister der Manege“.
 



Lachende Gesichter rund um die Manege

Den roten Faden durch das buntgefächerte Probst-Programm bildet das Clown-Duo LOLLI & CO. Mit viel Klamauk und noch mehr Können setzen die beiden Komiker ihre vielen lustigen, gleichzeitig auch poetischen Akzente und treiben so manchen Schabernack. Für LOLLI – hinter derer Maske sich niemand anders als die 25-jährige SONJA PROBST verbirgt - bedeutet die tägliche Einstellung auf ein völlig neues Publikum eine große Herausforderung, denn das Spiel mit den Emotionen der Zuschauer ist von Tag zu Tag anders. Mit ihren Lachmuskel-Strapazen geben LOLLI & CO der Manegenshow eine besondere Note.
 



Trampolin einmal komisch


Das Trampolin ist nicht nur für manch sportlichen Erfolgslaufbahn ein Sprungbrett mit ungeahnten Möglichkeiten. Für den jungen moldawischen Artist JIM BIM ist die federnde Fläche eine richtige „Spielwiese“, die es ihm ermöglicht, akrobatische Höchstleistungen mit seinem angeborenen Talent für Komik zu einer ebenso originellen wie humorvollen Attraktion zu vereinen
 



Schnelligkeit ist keine Hexerei
 

Seinen jugendlichen Charme kombiniert er mit Können und Perfektion. In seiner faszinierenden Jongleurdarbietung demonstriert DAIKEL seine erstaunliche Begabung beim rasendschnellen Manipulieren von großen bis ping-pong-kleinen Bällen, Keulen und Reifen. Sogar im abgedunkelten Manegenraum lässt er die farbig aufleuchtenden Bälle tanzen. Das Auge des Zuschauers kommt kaum noch mit. Der 25-jährige Daikel entwickelte seine tempogeladene Jongleurshow am Zentrum für die Entwicklung der Circuskunst in Havanna.
 



Eine
Vision märchenhafter Pferdedressur

Nebelschwaden ziehen durchs geheimnisvoll beleuchtete Circuszelt. Allmählich werden die Konturen einer Gruppe wunderschöner Araberhengste sichtbar. Eine Vision wie in einem Märchen aus tausendundeiner Nacht. Wenn STEPHANIE PROBST die Szenerie betritt, lassen sich die herrlichen Rösser von ihr zu faszinierenden Formationen hinreißen. Auch in dieser Freiheitsdressur – mit Titeln von Robbie Williams untermalt – demonstriert die vielseitige Tierlehrerin ihre „ruhige Hand“. Zum Auftakt dieses Pferdemärchen reitet STEPHANIE PROBST die klassische hohe Schule auf dem herrlichen 13-jährigen Andalusierhengst „Gavilan“, den sie vor zwei Jahren persönlich in Südspanien in einem renommierten Gestüt ausgesucht hat.
 



Auf Wiedersehen im Circus Probst!

Das internationale Ensemble verabschiedet sich im farbenfrohen Finale, das – wie das gesamte Programm – von den Live-Klängen des Circusorchesters Gregor Pierscinski einfühlsam begleitet wird. Mit bewegenden Worten entlässt Direktor Reinhard Probst sein Publikum wieder in die Alltagswelt.